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Der SPV sagt JA zum Vertragstext des neuen LGAV für das Platten- und Ofenbaugewerbe

Nach harten, fairen und über vier Jahre geführten Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern im Platten- und Ofenbaugewerbe, haben sich die Verhandlungsdelegationen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen in unserer Branche auf einen neuen Vertragstext für einen LGAV im Platten- und Ofenbaugewerbe geeinigt.

Während unsere Sozialpartner UNIA und SYNA auf der Arbeitnehmer-, sowie feusuisse auf der Arbeitgeberseite dem vorliegenden Vertragstext noch vor der Sommerpause zustimmen konnten, hat der Schweizerische Plattenverband für die demokratische Legitimierung dieses Vertragswerks etwas mehr Zeit benötigt, als ursprünglich angenommen.

Die Gründe hierfür lagen insbesondere in der Komplexität der Überführung von drei unterschiedlichen Arbeitszeit Zonen in eine einzige Arbeitszeit Zone. Dies bei einer bereits bestehenden, einheitlichen Lohn Zone. Das Ziel, dass im ganzen Vertragsgebiet gleich lang für den gleichen Mindestlohn gearbeitet werden soll, wurde zwar erreicht, hat aber von allen ein hohes Mass an Kompromissbereitschaft erfordert. Die Einbindung neuer Regionen (Ostschweiz und Graubünden) in den GAV war zugegebenermassen schwieriger als erwartet. Ein grosses Merci geht an dieser Stelle an die Verhandlungsdelegation der Arbeitgeber und Leitung unseres Ehrenmitglieds Silvio Boschian. Mit grosser Sachlichkeit und Respekt gegenüber den kritischen Stimmen, konnten die verschiedenen Argumente aufgegriffen und ausdiskutiert werden.  

Mit der Einführung einer fünften Ferienwoche für Mitarbeiter bis und mit 50 Altersjahren, konnten wir die Attraktivität für unsere Berufe erhöhen. Zusätzlich haben wir Arbeitgeber wertvolle «Flexibiltät» für unsere Betriebe gewinnen können. Nebst der Einführung der Jahresarbeitszeit, kann neu per Ende Jahr auch ein gewisses Mass an «Minus- und Überstunden» ins neue Jahr überführt werden. Interessant sind dabei insbesondere die zusätzlichen 100 Arbeitsstunden, welche zuschlagsfrei ausbezahlt werden können. Weitere, maximal 100 Arbeitsstunden können bis im Juni des Folgejahres kompensiert werden. Mit diesen Errungenschaften kommt der neue LGAV insbesondere auch den Tourismusregionen entgegen.   

Konrad Imbach, Zentralpräsident SPV, hat an der a.o. Delegiertenversammlung vom 7. November 2017 allen Kritikern des neuen LGAV zugesichert, deren Voten aufzunehmen und in die künftigen Verhandlungen einfliessen zu lassen. Damit aber konstruktive Kritik schon zu Beginn in die Gespräche einfliessen kann, müsten sich jene Kreise, die dem LGAV skeptisch gegenüberstehen, auch in die Verhandlungsdelegationen einbinden lassen.

Der Schweizerische Plattenverband steht klar und deutlich zu seiner Verantwortung, diesem neuen Vertragswerk zum Durchbruch zu verhelfen. Wir tun dies im Bewusstsein, dass nur ein gemeinsames Engagement unter den Sozialpartnern den notwendigen Erfolg im Vollzug bringen kann. Dazu gehört auch dass der Schweizerische Plattenverband alles daran setzen wird, seine Mitglieder bestmöglich auf die neuen Gegebenheit des LGAV vorzubereiten. Sobald bekannt ist, wann mit der AVE durch den Bundesrat gerechnet werden kann, werden die Mitglieder an regionalen Veranstaltungen über die mit dem neuen LGAV verbundenen «Rechte und Pflichten» sowie verfügbare Anwendungshilfen informiert. Bis es so weit ist, bleibt der aktuelle GAV in Kraft.

Andreas Furgler
SPV Geschäftsführer  

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