Jahresrückblick

News

«Der Verband ist ein aktives, lebendiges, partnerschaftliches und flexibles Netzwerk» 

Das Jahr 2021 war wiederum stark geprägt von Massnahmen rund um die Covid-19-Pandemie, aber ebenso von Entwicklungen, die im Verband von langer Hand vorbereitet waren. Wir blicken mit Konrad Imbach, SPV Zentralpräsident, Elisabeth Arm, zuständig für Marketing und Kommunikation im Zentralvorstand, und Andreas Furgler, Geschäftsführer, zurück.

image
Bildungspark

Welche Ereignisse im Verbandsjahr bleiben euch besonders in Erinnerung? 

Konrad Imbach: 2021 war kein spektakuläres, aber sehr intensives Jahr. Wir waren und bleiben mit einer ganzen Reihe von Folgen der Pandemie konfrontiert – wirtschaftliche Folgen, Preisentwicklung, Materialknappheit, Arbeitssituation und so weiter. Und wir haben erlebt, dass auch unser eingespieltes System sehr volatile Seiten hat. Es war manchmal nicht einfach, das nötige Verständnis für aussergewöhnliche Situationen zu gewinnen. Ein wahres Highlight für mich war zu sehen, was alle Beteiligten für den Bildungspark und unsere Aus- und Weiterbildung geleistet haben. Das ist grossartig.

Elisabeth Arm: Wir haben auch in diesem Jahr den Newsletter für unsere Mitglieder weitergeführt – entstanden war er quasi aus der Not heraus, um die Kommunikation während des ersten Lockdowns aufrecht zu erhalten. Mittlerweile hat er sich als zusätzlicher Informationskanal mit hoher Beachtung etabliert. Weiter ist es uns mit zielgruppenorientierten Informationen gelungen, die Wahrnehmung unserer Materialien bei Architekten, Planern und Gestaltern zu steigern. Es freut mich sehr festzustellen, dass unsere Kommunikation Früchte trägt. 


Trotz Pandemie lief der Ausbildungsbetrieb auf vollen Touren. Wie war das möglich?  

Andreas Furgler: Wir haben unser Schutz- und Testkonzept von Beginn an rigoros durchgesetzt. Natürlich stiessen wir bei einem Teil unserer Kunden auf Unverständnis und die Reaktionen waren nicht immer lustig, aber in der Konsequenz gelang es uns, den Betrieb offen zu halten. Mein Dank geht an dieser Stelle an das ganze Team vom Bildungspark Dagmersellen, denn dieses hat auch im zweiten Jahr der Pandemie und unter erschwerten Bedingungen grosse Arbeit geleistet.  


Gibt es Handlungsbedarf beim Bildungsangebot? 

Konrad Imbach: Wir sind im Grossen und Ganzen à jour, müssen aber stets am Ball bleiben. Neue Herausforderungen wie neue Materialien und Formate fordern unser Bildungsangebot. Neue und zeitgemässe Dienstleistungen wie Webinare oder auch die SPV Innovation-Days sind ein Beitrag dazu. Ein Knackpunkt bleibt: Wie bringen wir möglichst viele Mitglieder dazu, diese Angebote zu nutzen? Ich weiss, es ist oft nicht einfach, die Zeit dafür freizuschaufeln, aber der Nutzen ist garantiert. 


Der Neu- und Umbau des Bildungsparks steht vor der Vollendung – wie steht es um den Standort Dagmersellen? 

Andreas Furgler: Seit Oktober dürfen unsere Gäste in den 46 neuen Doppelzimmern mit Dusche und WC übernachten. Die Rückmeldungen der Lernenden sind durchwegs positiv. Der neue Aufenthaltsbereich «SIKA Lounge» ist provisorisch eingerichtet und bietet den Jugendlichen Raum, um sich zu entspannen. Zwei von drei neuen Schulungsräumen im Erdgeschoss (Ersatz für das bestehende Foyer im Altbau) sind bereits im Einsatz. Die Inbetriebnahme des neuen Freizeitraums im Untergeschoss des Neubaus ist für August 2022 geplant. Die Geschäftsstelle ist per Ende November ins Provisorium im ehemaligen Foyer und in Schulungsräume umgezogen und die Umbauarbeiten im Altbau haben begonnen. 

Dank einer guten Koordination mit der Bauleitung versuchen wir, die Einschränkungen des laufenden Betriebs so klein wie möglich zu halten. Unsere Kunden zeigen grosses Verständnis und Nachsicht, wenn es zwischendurch etwas laut wird – dafür sind wir sehr dankbar. Wir gehen davon aus, dass der Umbau spätestens bis zu den Sommerferien abgeschlossen ist und die Geschäftsstelle in den neuen Räumen funktionieren kann. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auch die Umgebungsarbeiten zu einem grossen Teil abgeschlossen sein – freut euch darauf! 


Unsere Mitglieder sind mit Lieferengpässen, Preisdruck und Preiserhöhungen konfrontiert. Gibt es vom Verband aus Tipps, wie mit der schwierigen Situation umzugehen ist? 

Konrad Imbach: Es tönt vielleicht banal, aber jetzt ist unternehmerisches Denken und Handeln mehr gefragt denn je – bei allen Arbeiten, von der Kalkulation bis zur Ausführung. Bewährte Prinzipien, wie zuverlässige Partnerschaften, transparente Kommunikation und vorausschauende Planung haben weiterhin einen hohen Stellenwert. Und schliesslich müssen wir auch die Werte und den Nutzen des Verbandes vertreten und nach aussen tragen – im Dialog können wir uns alle weiterbringen. 


Was bringt das für heutige und zukünftige Mitglieder? 

Konrad Imbach: Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass der Verband viel mehr leistet als mit den Sozialpartnern einen LGAV auszuhandeln, mit Regelungen zu Lohn und Arbeitszeit und den entsprechenden Kontrollen. Der SPV ist ein Gebilde mit vielen Facetten – PLATINIUM, Swiss- und WorldSkills, technische Beratung, gewerbepolitischen Aktivitäten, Merkblätter und weitere Dienstleitungen. Es geht um Aus- und Weiterbildung, um prominente Auftritte an Berufswettkämpfen, Branchenvertretungen und vieles mehr. Eine Mitgliedschaft im Verband bringt einen grossen Nutzen und ist auch ein Bekenntnis zur Branche. 


Das Stichwort Qualität steht mit der PLATINIUM-Rezertifizierung wieder im Scheinwerferlicht. Wie kann die Branche hier noch zulegen? 

Andreas Furgler: Wir müssen konsequent darauf hinwirken, dass Qualität letztlich von Personen, deren Fachkenntnissen und guten Produkten abhängig ist. PLATINIUM-Betriebe engagieren sich für den Nachwuchs in der Branche und setzen konsequent auf Weiterbildung. Als Verband müssen wir dafür sorgen, dass wir auch die Industriepartner stärker in die Aus- und Weiterbildung einbeziehen.  

Elisabeth Arm: Dass das Label in der Branche und bei der Kundschaft so viel Aufmerksamkeit geniesst, ist für uns ein klarer Auftrag, weiterhin konsequent auf Qualität zu setzen. Bei der Rezertifizierung legen wir die Latte noch höher. Aus- und Weiterbildung, Qualitätsmanagement, Umgang mit Fehlern und Nachhaltigkeit spielen eine grössere Rolle – bei den Legern und beim Handel. Gemeinsam wollen wir auch dafür sorgen, dass die Wahrnehmung des Qualitätslabels in breiten Kreisen gesteigert wird. 


Welche Höhepunkte sind 2022 zu erwarten? 

Elisabeth Arm: Ich wünsche mir, dass wir die PLATINIUM-Trophäen wiederum in einem würdigen Rahmen verleihen können – das sind wir den prämierten Betrieben schuldig. Ich hoffe, dass wir an den Freilichtspielen auf der Moosegg einen Sommer lang Keramik unter möglichst entspannten Bedingungen inszenieren können. Ich bin sicher, dass wir alle unsere kommunikativen Kanäle bespielen, um möglichst viele Sympathien für unsere einzigartigen Materialien, Möglichkeiten und Menschen gewinnen. Und es freut mich zu sehen, dass unsere Kommunikationsmassnahmen nicht nur für Mitglieder interessant sind, sondern auch ‘Nochnichtmitglieder’ bewegen können, Mitglied zu werden und zu erkennen, wie die Kampagne ‘Keramik-Einzigartig’ und das Qualitätslabel PLATINIUM sie unterstützen können. 

Andreas Furgler: Aus Sicht des Verbandes ist es sicherlich die Teilnahme an den SwissSkills im September 2022 in Bern. Hier können wir gemeinsam mit unseren Partnern ein starkes Zeichen für unseren Nachwuchs und die Branche setzen. 
Aus Sicht des Bildungsparks Dagmersellen ist es die Fertigstellung des Neu- und Umbaus (Phase 2). Unser Ziel ist, anlässlich der SPV Delegiertenversammlung vom 17. Juni 2022 eine kleine Eröffnung feiern zu können. 

Konrad Imbach: Auch für mich gehören die Eröffnung des erweiterten Bildungsparks und die PLATINIUM-Rezertifizierung dazu. Nicht als Höhepunkt, aber als Schwerpunkt bezeichne ich die Steigerung des Organisationsgrades – um die Branche weiterzubringen und zu vertreten braucht es eine breite Basis, das heisst möglichst viele Mitglieder. Wir wollen ihnen zeigen, dass der Verband ein aktives, lebendiges, partnerschaftliches und flexibles Netzwerk ist, dessen vielfältige Dienstleistungen im Bereich der Beratung, der Administration, der Versicherungen, des juristischen Know-hows und so weiter allen viele Vorteile bringt. 

h-plaettlimaxx.png sabag.png h-kaiser.png andermatt.png hess_ag.png stauffer.png