Auf dem Weg zum Plattenlegerchef

News

«Man hat nie ausgelernt»

Andrea D’Amico (27), Projektleiter Plattenarbeiten bei der Bruno Poggio AG in Hägendorf, steckt mitten in der Weiterbildung zum Plattenlegerchef. Wie erlebt er die Ausbildung?

image
Andrea-d'Amico

Was war deine Motivation für die Weiterbildung zum Plattenlegerchef? 
Ich bin seit 2009 bei der Bruno Poggio AG in Hägendorf angestellt und habe diesen Betrieb stark wachsen sehen. Das Personal wurde immer zahlreicher und die Aufträge immer grösser. Vom Lehrling zum Plattenleger und vom Plattenleger zum Vorarbeiter habe ich immer unser Team mit vollem Einsatz unterstützt. Der Beruf Plattenleger hat mir viele schöne Momente geschenkt, wie zum Beispiel das Ausführen von speziellen Objekten, die Teilnahme an den SwissSkills und die Beförderung zum aktuellen Projektleiter der Bruno Poggio AG. Jedoch hat man nie ausgelernt. Ich interessiere mich sehr für alles, was sich noch hinter unserem tollen Beruf versteckt: die Auftragsanwerbung, das Ausmass, die Kalkulation, viel Administratives sowie die Planung und die korrekte Führung des Personals. Also alles, was die Weiterbildung zum Plattenlegerchef beinhaltet. 

Wie kommst du voran? 
Im August und September 2020 absolvierte ich das Pflichtmodul 1 (Berechnen und Informatik). Im November und Dezember 2020 habe ich das Pflichtmodul 2 (Baukonstruktion) und im Januar/Februar 2021 das Pflichtmodul 3 (Bauadministration) besucht und erfolgreich bestanden. Am Freitag, dem 12. März 2021 habe ich mich dem Kompetenznachweis Berufsbildner gestellt und das Wahlmodul bestanden. Als zweites Wahlmodul entschied ich mich für Konfliktmanagement und Diplomatie am Bau im April 2021. Zu guter Letzt folgt das Pflichtmodul 4 (Baustellenorganisation) im Juni 2021. Ich freue mich jetzt auf die nächsten Schultage und dann auf die angespannte Zeit zwischen Kompetenznachweis und Ergebnis.   

Was ist speziell herausfordernd? 
Während der Schulzeit wird man mit Lehrmittelbesprechungen und Übungen sehr gut auf den Kompetenznachweis vorbereitet. Das Lernen und das Umsetzen des Lehrmittels sind dann selbstverständlich unsere eigene Aufgabe. Nebst den vielen Terminen im Betrieb und der neuen Herausforderung zu Hause als frisch gebackener Papi muss ich mir genügend Zeit für das Lernen einplanen. Der Berechnungsteil vom Modul 1 war sehr fordernd, aber nützlich und eine grosse Bereicherung für unser Können. Das Auswendiglernen des Lehrmittels ist für mich jedenfalls eine der grössten Herausforderungen.  

Gibt es Lernformen, die sich besonders bewähren? 
Für das Lehrmittel nutze ich die Karteikartenmethode. Das heisst, ich schreibe mir zu allen Themen Fragen und Antworten heraus, die ich dann immer wieder repetieren kann. Aufgaben rund ums Rechnen, Planlesen und das Verfassen von Briefen, zum Beispiel Abmahnungen, lernte ich am besten mit den Übungen, die uns der Referent zur Verfügung stellte. 

Wie findet der Austausch mit den Referenten statt? 
Jedes Modul wird von einem anderen Referenten geleitet. Jedoch entsteht immer sehr schnell eine angenehme Atmosphäre. Die Referenten sind immer sehr hilfsbereit und beweisen eine hohe Kompetenz und Erfahrung. Das gilt auch für die Module, die im Fernunterricht abgehalten wurden und perfekt organisiert waren.  

Wie könnt ihr Kandidaten euch gegenseitig unterstützen? 
Das Knüpfen von neuen Bekanntschaften mit unseren Mitbewerbenden ist sehr interessant. Meine Schulkollegen sind sehr kommunikationsfreudig und wir tauschen unsere positiven und negativen Erfahrungen mit Produkten auf dem Bau untereinander aus. Während der Vorbereitung auf den Kompetenznachweis helfen wir uns gegenseitig bei Fragen oder Unklarheiten. 


 

sabag.png oertig.png scheiwiller.png bruendler.png bacchetta.png weber_ag_rueti_zh.png