Die Meisterklasse findet online statt

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Die angehenden Plattenlegermeister/innen kämpfen nicht nur mit Aufgaben im Offert- und Abrechnungswesen oder der Unternehmensführung, sondern auch mit den besonderen Anforderungen des Online-Unterrichts. Sascha Müller, Plattenlegerchef bei der Keramik Allenbach AG in Hünibach, steckt mitten in der Weiterbildung.

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Sascha Müller

Wie ist die Meisterschule angelaufen? 
Sascha Müller: Gestartet sind wir am 20. August 2020. Die ersten Tage absolvierten wir noch im Präsenzunterricht in Dagmersellen. Seit Anfang November findet die Schule online statt. Das ist für alle eine komplett neue Situation: Du sitzt den ganzen Tag vor dem Bildschirm, ein spontaner Dialog mit den Dozenten ist nicht möglich. Auch die Gespräche mit den Mitschülern in den Pausen, bei denen man Fragen nachbehandeln könnte, fallen weg.  

Wie muss man sich als Teilnehmer vorbereiten? 
Es hat sich gezeigt, dass nicht alle über die gleiche Infrastruktur verfügen. Die Internetverbindung ist unterschiedlich schnell, und nicht alle sind zuhause optimal ausgerüstet. Ideal wäre, wenn man mehrere Bildschirme zur Verfügung hätte, um zwischen all den Dokumenten, die auf der Teams-Plattform aufbereitet sind, hin- und her zuschalten.  

Hast du Tipps, wie man den Dialog quasi ersetzen kann? 
Ich telefoniere zum Beispiel regelmässig mit einem Schulkollegen. Dabei können wir uns unterstützen, Unklarheiten besprechen, offene Fragen beantworten. Und da kein Lehrer vorne steht, mit dem man aktuelle Themen sofort besprechen kann, muss man das halt ebenfalls online nachholen. 

Wie haben die Lehrer auf die Situation reagiert?
Auch für sie ist die Situation herausfordernd, denn auch sie haben jetzt nur einen Bildschirm vor sich und nicht eine ganze Schulklasse. Sie mussten ihre Präsentationen entsprechend anpassen. Auch kündet Carole Schäfer, die SPV Leiterin Bildung, uns die Themen an, die in den nächsten Lektionen behandelt werden. So können wir uns besser vorbereiten. 

Hat der Online-Unterricht auch Vorteile? 
Sicher hat er dazu geführt, dass wir gelernt haben, mit diesen Umständen klar zu kommen und für unseren Informationsbedarf und Gedankenaustausch neue Wege zu finden und dranzubleiben, wenn wir Fragen nicht sofort stellen können. 

Wie bereitest du dich auf die Prüfungen vor? 
Der Unterricht dauert noch bis Ende April. Ob wir bis dann wieder in den Präsenzunterricht wechseln können, ist noch offen. So werden wir uns weiterhin auf die digitalen Kanäle abstützen, auch um abzuklären, worauf wir speziell achten müssen, welche Themen wir besonders bearbeiten müssen, wo wir noch Nachholbedarf haben, um dann optimal in die Prüfungen einzusteigen – in welcher Form auch immer sie stattfinden. 

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