Jahresrückblick Michael Zaugg

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«Gesamtlösungen sind eine Chance für uns alle» 

Das brachte uns 2020 – Michael Zaugg, Spartenleiter keramische Platten der SABAG, berichtet, wie Covid-19 den Handel mitgeprägt hat. 

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Michael Zaugg

Mit dem Lockdown im Frühling mussten die Ausstellungen geschlossen werden. Wie äussert sich das im Nachhinein? 
Es gab regionale Unterschiede. In einigen Gegenden waren die Ausstellungen komplett geschlossen. Da mussten wir neue Wege zu den Kunden erschliessen. Wir legten Muster zum Abholen bereit, verschickten Bilder per Mail oder via WhatsApp. In gewissen Ausstellungen durften wir Zeitfenster öffnen, während denen wir eine beschränkte Anzahl Besucher auf Voranmeldung empfangen durften. Dabei hat sich schnell gezeigt, dass wir dank dieser strikten Organisation alle Massnahmen einhalten konnten und trotzdem vielen Kundenwünschen gerecht wurden. Die Organisation gibt uns sogar mehr Platz und Zeit, um auch Passanten ohne Voranmeldung zu bedienen. Die Kunden gewöhnten sich schnell an die neuen Regelungen und wir halten daran fest. 

Wie nahm das Geschäft mit der Lockerung der Massnahmen wieder Fahrt auf? 
Nach der ersten Welle normalisierte sich die Lage schnell. Die Leute kamen in die Ausstellungen und wir konnten dank unseren dezentralen Lagern alle Nachfragen befriedigen. Jetzt, während der zweiten Welle, reagieren die Privatkunden sensibel. Die Frequenz in den Ausstellungen ist zeitweise stark zurückgegangen und es scheint, als müssten sich alle zuerst an die Massnahmen gewöhnen.  

Im Mai hast du festgestellt, dass Covid-19 auch eine Chance sein kann, zum Beispiel weil sich die Beziehung zwischen Handel und Legern intensiviert hat. Hat sich das seither bestätigt? 
Absolut. Wir alle haben unsere Flexibilität gegenseitig geschätzt und fanden die Bestätigung, dass es uns beide braucht. Auch Bauherren und Architekten haben gemerkt, dass der Handel und die Leger zusammenarbeiten – das hat das Vertrauen gestärkt. Wir haben auch festgestellt, dass uns die neuen Medien und Kommunikationsformen Erleichterung bringen, man muss zum Beispiel nicht für jedes Muster irgendwohin reisen. Und schliesslich hat sich das 3-Stufen-Modell «Produzent-Handel-Unternehmer» in der Krise bewährt und sogar noch verstärkt. 

Hat sich inzwischen eine neue Realität eingestellt – und wie hat da die zweite Welle mitgespielt? 
Tatsächlich hat sich die neue Realität mit den erwähnten Erneuerungen und positiven Effekten eingestellt. Auch wenn die Pandemie weiter dauert, hat sich doch unterdessen vieles eingependelt. 

Gab es auch erfreuliche Ereignisse? 
Oh ja. Die gegenseitige Wertschätzung hat zugenommen. Privatkunden und Architekten anerkennen, dass wir alles unternehmen, um sie empfangen, beraten und beliefern zu können. Gleichzeitig stellen wir fest, dass lokale Dienstleistungen, das Schweizer Handwerk und seine Qualitäten geschätzt werden. Es ist eine Chance für uns alle, wenn wir miteinander Gesamtlösungen, eine Art Rundumpakete anbieten.  

Welches sind nächste Meilensteine im Handel? 
Wir entwickeln uns einerseits immer mehr in Richtung Kompetenzzentrum für alle: Architekten, Bauherren und Leger. Gleichzeitig sind wir Logistikunternehmen – wir unterhalten Lager, liefern mit unseren Camions und stellen die Versorgung auch in ungewissen Zeiten sicher. Die Erfahrung, dass wir sogar in der Krise gemeinsam hochwertige Arbeit abliefern können, müssen wir nutzen. Das ist unsere Chance für die Zukunft. . 

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