Jahresrückblick Balz Gerber

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«Wir machen das Beste daraus» 

Das brachte uns 2020 – Balz Gerber von der Balz Gerber AG in Därstetten berichtet über prägende Entwicklungen und Veränderungen. 

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Balz Gerber

Wie bist du mit deinem Team durch das Corona-Jahr gekommen? 
Geschäftlich hatten wir ein sehr gutes Jahr. Ich vermute, das liegt daran, dass viele Leute nicht in die Ferien fuhren und stattdessen ihr Heim verschönerten. Wir konnten schöne Projekte, wie Aussenbeläge, Erneuerungen etc. ausführen. 

Gab es besonders erfreuliche Momente? 
Trotz der Situation mit vielen Ungewissheiten war es den Sommer durch eher ruhig. Sowohl im Geschäft wie bei anderen Aktivitäten – ich bin unter anderem Einsatzleiter bei der Feuerwehr, und da fielen viele Übungen weg – war neben der eigentlichen Arbeit weniger los. Diese zusätzliche Freizeit konnte ich sehr geniessen und meine Familie kam dadurch mehr zum Zug. 

Wo fanden die grössten Veränderungen oder Einschränkungen statt? 
Die Organisation der Arbeit war aufwendig. Selbstverständlich arbeiteten wir immer gemäss den Schutzmassnahmen. Wir organisierten uns in fixen Zweierteams, damit bei einem positiven Fall nicht die ganze Firma hätte schliessen müssen. Die Arbeit begannen wir gestaffelt von 6.15 bis 8 Uhr, das verschaffte uns Zeit, um den Einsatz mit jedem Team zu besprechen. Im Simmental gab es vorübergehend Corona-Hotspots, aber wir sind bis jetzt davon verschont geblieben. 

Wie hat sich die Covid-19-Situation auf das Verhältnis mit den Kunden ausgewirkt? 
Bei uns im Bergtal gehen die einen Leute eher entspannt damit um. Da mussten wir zwischendurch etwas sensibilisieren, aber wir stiessen immer auf Verständnis. Zu rund 80 Prozent arbeiten wir für Privatkundschaft, und niemand hatte Bedenken, uns arbeiten zu lassen. Im Gegenteil – wir konnten sogar Mitarbeiter von Mitbewerbern aus der Region, die bei gewissen Aufträgen blockiert waren, beschäftigen. 

Du bist auch privat aktiv, zum Beispiel im Jodlerclub Flüehblüemli Därstetten. Wie waren da die Auswirkungen zu spüren? 
Das ist eine böse Geschichte. Wir hätten dieses Jahr das regionale Amtsjodlertreffen durchgeführt. Wir hatten die ganze Organisation für das dreitägige Fest auf dem Schlitten, Tombolapreise für gut 20'000 Franken akquiriert – und dann die Absage. Vielleicht können wir das Fest auf 2021 verschieben, aber da stecken schon die Nachfolger voll in den Vorbereitungen, und wer weiss, was dann überhaupt möglich ist. 

Wie bereitest du dich und den Betrieb auf mögliche weitere unsichere Entwicklungen vor? 
Ich habe mittlerweile gelernt, dass es nicht viel bringt, gross zu planen und zu organisieren. Wir wissen schlicht nicht, was alles noch kommt. In den Auftragsbüchern sieht es gut aus, und wir sind guten Mutes für das neue Jahr. Wir lassen es auf uns zukommen und machen das Beste daraus. 

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