Unternehmer Berichte COVID-19

News

Wie spüren die Mitglieder des SPV die Auswirkungen der Corona-Krise?

Wir haben per Facetime nachgefragt.

image

Wir haben mit Marco Digirolamo, Inhaber von Bründler + Partner aus Hasle-Rüegsau gesprochen: «Wir sind sehr stark beschäftigt, mit unseren Kunden und Mitarbeitenden zu kommunizieren. Es braucht in dieser Situation vor allem regelmässige Informationen und eine gute Koordination. Das Verständnis und die Sensibilität sind da.»

Marco Digirolamo, wie wirkt sich die Corona-Krise bei euch aus?
Wir spüren sie stark. Positiv ist, dass bis heute noch niemand abgesagt hat, die Auftragslage ist aktuell noch gut. Wir müssen aber alles ruhiger angehen. Pro Baustelle und pro Raum ist nur noch eine Person von uns im Einsatz. Ich muss viel mehr koordinieren und mich mit der Bauleitung absprechen. Das funktioniert sehr gut, das Verständnis und die Sensibilität ist von allen Seiten da. Uns ist sehr wichtig, dass wir die Sicherheitsmassnahmen des Bundes einhalten und dies braucht viel Kommunikation.

Wie muss man sich dies konkret vorstellen?
Ich rufe jeden Kunden oder Bauleiter persönlich an und erkläre die Situation. Ich erkläre ihnen, dass wir gerne weiterhin auf der Baustelle arbeiten, falls das für sie in Ordnung sei. Ich sage auch, dass wir darauf angewiesen sind, dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Und wir schauen gemeinsam mit den Kunden, dass vor Ort Seife und Desinfektionsmittel vorhanden sind. Zudem ist es auch sehr wichtig, unser Team laufend zu informieren und zu sensibilisieren. Es braucht also vor allem viel Kommunikation, und zwar nicht einmalig, sondern laufend.

Wie hat dein Team auf die Krise reagiert?
Auch meine Leute sind verunsichert. Auch hier ist Kommunikation eminent wichtig. Wir haben zum Glück ein grosses Magazin, so können die Sicherheits-Abstände eingehalten werden. Ich habe zudem ein Merkblatt erstellt, worauf unsere Leute achten müssen. Zudem beginnt das Team nicht mehr gleichzeitig. Eine Person kommt um sieben, die anderen in Abständen von einer Viertelstunde. So können sie das Material in Ruhe packen und gleich auf die Baustelle fahren. Zudem habe ich unsere Leute angewiesen, dass sie nach der Baustelle direkt nach Hause fahren sollen. Unser Feierabendbier fällt im Moment weg.

Wie gehst Du persönlich mit dieser Ausnahmesituation um?
Auch für mich hat sich auf einen Schlag alles geändert. Ich bin sozial sehr engagiert und treffe mich gerne mit Freunden. Das fällt nun weg. Für mich ist es eine ruhigere Zeit, abends esse ich gemeinsam mit meiner Frau und wir trinken in Ruhe ein Glas Wein. Aber ganz ehrlich, mich macht die Situation schon nervös. Was passiert, wenn in meiner Firma ein Corona-Fall auftritt? Dann kann ich gleich schliessen und das bereitet mir Sorgen. Aber trotzdem will ich positiv in die Zukunft schauen, schliesslich sitzen wir alle im selben Boot.

hgc.png andermatt.png sabag.png weber_ag_rueti_zh.png haussener_ag.png bazzi.png